Mozarteum goes EXPO 2025

Spektakulär in die Luft ragende Holz-Spiralskulptur. Österreich Pavillon EXPO 2025 | © BWM Designers & Architects

Musik hat Österreich und Japan schon seit dem Anfang der Beziehungen begleitet: 1869 hat Kaiser Franz Josef dem Tenno, dem japanischen Kaiser, einen Bösendorfer Flügel geschenkt. Von 13. April bis 13. Oktober 2025 findet in Osaka die nächste Weltausstellung „Expo 2025“ statt. Der österreichische Pavillon interpretiert das Motto der Expo in Osaka – „Designing Future Society for Our Lives“ – entsprechend musikalisch. In Österreich wird die Zukunft nicht ‚designt‘, hier wird sie komponiert: „Austria. Composing the Future“. Und zwar gemeinsam mit der Universität Mozarteum.

Mit nicht weniger als vier Projekten ist die Universität Mozarteum in die österreichische Programmgestaltung auf der EXPO 2025 eingebunden  von der Mitgestaltung der Klanginstallationen im Österreich-Pavillon bis hin zu einem österreichisch-japanischen Tubist*innenensemble und einem europäischen Chor. Beide Akts werden den österreichischen National Day am 23. Mai musikalisch begleiten.

Im Rahmen der Salzburger Hochschulkonferenz wurden zudem interdiszipinäre Reisestipendien für Studierendentandems aller fünf Universitäten sowie der FH Salzburg ausgeschrieben, um eingereichte Projekte in Osaka umzusetzen. Nach Abschluss des Reise-Projekts werden die Projektdokumentationen auf der Website der Salzburger Hochschulkonferenz (SHK) mit Verlinkung zu den Hochschul-Websites veröffentlicht.

Projekte

Aufnahmen für Klanginstallation auf der EXPO im Max Schlereth Saal, Oktober 2024 | © Christian Schneider

Orchesteraufnahmen für den Österreich-Pavillon


Österreich gilt weltweit als Heimat der klassischen Musik. Namen wie Mozart, Beethoven oder Strauss genießen insbesondere in Japan eine außergewöhnliche Popularität. Aus diesem Grund legt das Kulturprogramm des Österreich-Pavillons bei der EXPO 2025 einen besonderen Fokus auf Musik. Mit über 30 geplanten Aktivitäten und Kooperationen werden die kulturellen Stärken Österreichs dem internationalen Publikum präsentiert.

Gleich zu Beginn der Ausstellung werden die Gäste von einem Flügel von Bösendorfer empfangen. Dieser erinnert an den ersten Besuch der österreichischen kaiserlichen Delegation in Japan im Jahr 1869. Damals wurde dem japanischen Kaiser ein Bösendorfer-Flügel als Geschenk überreicht. Für die EXPO wird eine moderne Version des Instruments präsentiert, die mit der Yamaha „Enspire“-Technologie ausgestattet ist und das Bespielen aus der Ferne ermöglicht.

Die musikalische Gestaltung dieser Klangwelt wurde von Studierenden umgesetzt. Die Aufzeichnung aller für den Pavillon komponierten Musikstücke erfolgte durch das Sinfonieorchester der Universität Mozarteum: „Die EXPO 2025 bietet eine einzigartige Gelegenheit, Musik als kulturelle Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft erlebbar zu machen. Dass der Österreich-Pavillon diesem Thema so viel Raum gibt, unterstreicht die tiefe Bedeutung der Musik für unsere Identität. Die Universität Mozarteum ist stolz darauf, mit ihrer Expertise zur Gestaltung dieser hier geschaffenen Zukunftskomposition beizutragen - einer Erfahrung, die zeigt, dass technologische Innovation künstlerisches Schaffen nicht ersetzt, sondern erweitert und inspiriert“, so Rektorin Elisabeth Gutjahr.

Cross Cultural Tuba Projekt | © Christian Schneider

Cross Cultural Tuba Project


Die Tuba – das majestätisch imposante Instrument, das exemplarisch vor allem auch für die Blasmusikkultur Österreichs steht. Die Tubist*innen: Meister*innen der Gemütlich- wie Geselligkeit. Kein Wunder, dass sie weltweit so gut vernetzt sind. Andreas Martin Hofmeir, Univ.-Prof. für Tuba an der Universität Mozarteum, nutzt jedenfalls seine hervorragenden Kontakte nach Japan für ein gemeinsames Tuba-Projekt im Rahmen der EXPO 2025. 

In einem fulminanten Tuben-Ensemble von Kontrabass- bis Tenor-Tuba werden rund 20 Studierende des Osaka College of Music und der Universität Mozarteum ein Programm erarbeiten, das von Mozart bis Bernstein reicht.

Costa-Geige | © Stiftung Mozarteum Salzburg

Mozarteum³


Universität Mozarteum, Stiftung Mozarteum, Mozarteumorchester: Die weltweit einzigartige Geschichte der drei Mozarteums, allesamt renommierte Salzburger Institutionen, erzählt von der magischen Kraft der Musik: Zum 50. Todestag von Wolfgang Amadé Mozart als „Dommusikverein und Mozarteum“ im umfassenden Sinne zur Pflege anspruchsvoller Kirchenmusik 1841 gegründet, widmen sie sich bis heute den drei großen Säulen der Musik: Konzertwesen, Archiv und Forschung, (Aus-)Bildung bis zur Exzellenz.

Im Rahmen der EXPO 2025 werden Universität, Stiftung und Orchester ihre gemeinsamen Ursprünge unter der musikalischen Leitung von Gernot Sahler (Univ.-Prof. für musikdramatische Darstellung an der Universität Mozarteum) mit Frank Stadler (1. Konzertmeister Mozarteumorchester) und dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum feiern – mit musikalischen Höhepunkten, die von Wolfgang Amadé Mozarts Violinkonzert, interpretiert auf der Costa-Originalgeige von Wolfgang Amadé Mozart, bis hin zu brillanten Szenen aus der Oper „Don Giovanni“ reichen. Als Rahmung wird die fantastische Geschichte von Mozarteum³ in Bewegtbildern erzählt.

Designing Voices for our Lives | © Sam Beklik

Designing Voices for our Lives


Die AEC ist eine führende Institution für Musikhochschulbildung in Europa und eine starke Partnerin für ihre Mitglieder. Über 100 herausragende Stimmen europäischer Konservatorien, Musikhochschulen und Musikuniversitäten der AEC werden sich im Rahmen der EXPO 2025 gemeinsam mit Studierenden aus Japan zu einem Chor zusammenfinden, um Zusammengehörigkeit, Vielfalt und Schönheit zu feiern. 

Unter der künstlerischen Leitung von Jörn Hinnerk Andresen (Univ.-Prof. für Chordirigieren an der Universität Mozarteum) präsentiert sich Österreich damit als ein Land in der Mitte Europas. In der geografischen Mitte Österreichs wiederum liegt die international renommierte Musikstadt Salzburg, wo nicht nur Mozart geboren, sondern auch die federführende Universität Mozarteum sowie die AEC einst gegründet wurden.

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