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Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)Wien Der FWF ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Der FWF fördert Einzelprojekte, die nicht erwerbsorientiert sind. Voraussetzung ist hohe wissenschaftliche Qualität auf internationalem Niveau. Die FWF-Schwerpunktprogramme sind der Forschung in allen Fachdisziplinen gewidmet: Spezialforschungsbereiche dienen dem Aufbau außerordentlich leistungsfähiger, eng vernetzter Forschungseinrichtungen an einem Universitätsstandort zur interdisziplinären, langfristig angelegten Bearbeitung aufwendiger Themen. Nationale Forschungsnetzwerke als Schwerpunkte der wissenschaftlichen Forschung sind in der Regel landesweit angelegt, um mittelfristig größere Forschungsvorhaben fächerübergreifend und arbeitsteilig durchzuführen. In Doktoratskollegs Plus schließen sich mehrere Personen mit nach internationalen Maßstäben hochkarätiger Forschungsleistung zusammen, um – aufbauend auf einem möglichst disziplinenübergreifenden Forschungsprogramm – Doktorandinnen und Doktoranden auszubilden. Erwin-Schrödinger-Auslandsstipendien unterstützen die Mitarbeit österreichischer Wissenschaftler/‑innen (Postdocs, Alter bis 34 Jahre) an führenden Forschungseinrichtungen im Ausland. Das Lise-Meitner-Programm fördert ausländische Wissenschaftler/‑innen (Postdocs, keine Altersgrenze), die an einer österreichischen Forschungsstätte zur weiteren Entwicklung der Wissenschaften beitragen können. Finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung bietet der FWF eine zweistufige Förderung für die wissenschaftliche Karriere von Frauen, die eine Universitätslaufbahn anstreben. Das Hertha-Firnberg-Programm wendet sich an Postdocs im Alter bis zu 40 Jahren. Das Elise-Richter-Programm unterstützt hervorragend qualifizierte Forscherinnen mit Postdoc-Erfahrung (keine Altersgrenze); das Ziel ist eine Habilitation oder gleichwertige Qualifizierung. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung verleiht der FWF den Preis START-Programm an junge Spitzenforscher/‑innen (mindestens 2 und höchstens 10 Jahre Erfahrung als Postdoc), eine kontinuierliche Förderung über mehrere Jahre. Selbstantragstellung ist möglich, Mitglieder der Professorenkurie sind ausgeschlossen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie unterstützt der FWF durch das Translational-Research-Programm weiterführende bzw. orientierte Grundlagenforschung an der Schnittstelle zur angewandten Forschung sowie Projekte an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst. Gefördert werden Vorhaben, die auf selbst gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnissen oder eigener künstlerischer Tätigkeit aufbauen und konkrete Anwendungen (z. B. in der Kunst) oder einen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen bzw. kulturellen Nutzen zum Ziel haben. Voraussetzungen sind hohe wissenschaftliche Qualität auf internationalem Niveau und Innovationspotenzial der erwarteten Anwendung; ein erwerbsorientierter Finanzierungspartner darf noch nicht vorhanden sein. (Die Förderung von Kunstwerken ist nicht möglich.) Translational Research ist eines der beiden Förderprogramme, die der FWF und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unter dem gemeinsamen Dach Bridge aufeinander abgestimmt durchführen, um die »Förderlücke« zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung zu schließen. Ziel ist es, die Potenziale der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung gemeinsam weiterzuentwickeln. (Das zugehörige Programm der FFG heißt Brückenschlagprogramm.) Auf Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung betreut der FWF das Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK). Hier geht es, wie im Programmdokument erläutert, »um die Förderung jenes Prozesses, bei dem künstlerische Wissensproduktion von Reflexion begleitet wird und so zu einem Erkenntnisgewinn in der Gesellschaft führt. In diesem Sinne soll Arts-based Research [...] gefördert werden. [...] Arts-based Research unterscheidet sich prinzipiell von Wissenschaftsdisziplinen wie z. B. Literaturkritik, Literaturgeschichte, Kunstgeschichte und Musikologie, welche die Kunst mit wissenschaftlichen Methoden erforschen. Arts-based Research ist als ästhetische Grundlagenforschung zu verstehen und meint damit den Erkenntnisgewinn und die Methodenentwicklung mittels ästhetischer und künstlerischer im Unterschied zu rein wissenschaftlichen Erkenntnisprozessen.« Die künstlerische Praxis muss bei der Fragestellung eine zentrale Rolle spielen. Reine Kunstförderung ist nicht möglich, doch können künstlerische Produkte wie z. B. Aufführungen oder Ausstellungen Teil eines Projekts sein. Antragsberechtigt sind Personen, die künstlerisch oder künstlerisch-wissenschaftlich tätig sind. Der FWF bereitet im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung das Förderprogramm NIKE – Netzwerk Initiative Kulturelles Erbe vor. Der FWF unterstützt selbstständige Publikationen, die Ergebnisse wissenschaftlicher Grundlagenforschung präsentieren, und Übersetzungen selbstständiger Publikationen. Der FWF ist an einer Reihe transnationaler Förderaktivitäten beteiligt. |