MOZARTinterpretation
Das Mozart-Opern Institut vermittelt historische Aufführungspraxis im musikalischen und im szenischen Bereich, kontrapunktiert diese mit gegenwärtigen Sichtweisen und Aufführungsstilen. Geboten wird eine hochspezialisierte praktische Ausbildung sowie die Förderung junger, bereits graduierter Opernsänger mit dem Ziel eines reibungslosen Berufseintritts mit entsprechender stilistischer Kompetenz, am besten in Form von Produktionen, als ganze Ensembles, die gezielt bestimmten Veranstaltern angeboten werden. Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Vorbereitung auf Gesangswettbewerbe, zu deren Programmschwerpunkten Mozarts Musik gehört.
Musikwissenschaftliche Seminare und Einführungen in historische Tänze und Bräuche der Mozartzeit bilden die Basis für Aufführungen von Mozart- Opern in spartenübergreifender Zusammenarbeit.
MOZARTFORSCHUNG
Im Umfeld des Mozartjahres 2006 entstanden an der Abteilung für Musikwissenschaft drei Handbuchbände:
- Gernot Gruber / Joachim Brügge (Hg.), Das Mozart Lexikon, Laaber: Laaber 2005;
- Thomas Hochradner / Günther Massenkeil (Hg.), Mozarts Kirchenmusik, Lieder und Chormusik, herausgegeben Laaber: Laaber 2006;
- Mozarts Orchesterwerke und Konzerte, herausgegeben von Joachim Brügge und Claudia Maria Knispel (2007).
Zudem ging aus Vortragsreihen der Band Mozart interdisziplinär. Beiträge aus den Salzburger Ringvorlesungen zum Mozart-Jahr 2006, herausgegeben von Joachim Brügge / Gerhard Ammerer, Anif/Salzburg: Müller-Speiser 2007, hervor.
Das Institut für Musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte (IMRI) konzentriert sich in seiner musikwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Musik W.A. Mozarts auf zwei Themenfelder: Rezeptionsgeschichtliche Forschungen begreifen Mozarts Leben und Werk Mozarts in zeitspezifischen und kulturhistorischen Kontexten. Besonderes Augenmerk gilt der umfassenden medialen Wirkungsgeschichte Mozarts nach 1900.
Interpretationsgeschichtliche Forschungen widmen sich ausgesuchten Aspekten der Aufführungsgeschichte Mozartscher Musik
Zu den neueren Publikationen zählen die Bände
- Joachim Brügge / Wolfgang Gratzer / Thomas Hochradner, Mozarts letzte drei Sinfonien (klang-reden 1), Freiburg/Br.: Rombach 2008;
- Wolfgang Gratzer (Hg.), Herausforderung Mozart. Komponieren im Schatten kanonischer Musik (klangreden 2) Freiburg/Br.: Rombach 2008;
- Wolfgang Gratzer (Hg.), Ereignis Klangrede. Nikolaus Harnoncourt als Dirigent und Musikdenker (klangreden 3) Freiburg/Br.: Rombach 2009.
Derzeit werden weitere Arbeiten zur Interpretationsgeschichte Mozarts, darunter Interpretationsvergleiche zur Kammermusik, vorbereitet.
Dem IMRI voran ging das ebenfalls an der Universität Mozarteum beheimatete Institut für Musikalische Hermeneutik, wo mehrere Projekte der Mozart-Forschung realisiert wurden, darunter die Bände
- Wolfgang Gratzer / Siegfried Mauser, Mozart in der Musik des 20. Jahrhunderts. Formen ästhetischer und kompositionstechnischer Rezeption (Schriften zur musikalischen Hermeneutik 2), Laaber: Laaber 1992;
- Siegfried Mauser / Gernot Gruber (Hg.), Mozartanalyse im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Laaber: Laaber 1999.