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Konzert | KlangReisen im Solitaer 2016/17

KlangReisen im Solitär - Internationaler Kammermusikzyklus 2016/17

Originalklang pur

05.04.2017 | 19:30

Solitär | Mirabellplatz 1 | 5020 Salzburg

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Veranstalter: Universität Mozarteum Salzburg

Hansjörg Angerer, Historisches Naturhorn / Barockhorn
Dorothee Oberlinger, Blockflöte
Hiro Kurosaki, Barockvioline
Pavel Gililov, Klavier

Werke von G. F. Telemann, W. A. Mozart, L. v. Beethoven und P. Angerer

GEORG PHILIPP TELEMANN schrieb Stücke in allen Gattungen - an die 4000 Werke sind überliefert. Dabei war der gebürtige Magdeburger ein Komponist von europäischem Format, der die strenge deutsche Tradition mit dem galanten Stil der
Franzosen und melodischer Erfindungskraft verband. Mit größter satztechnischer Souveränität ließ der "Meister des vermischten Geschmacks" jede Besetzungsvariante logisch erscheinen, so kann etwa das Horn das Violoncello ersetzen.

LUDWIG VAN BEETHOVEN komponierte seine Sonate für "Fortepiano und Waldhorn" innerhalb eines einzigen Tages für den gefeierten böhmischen Hornvirtuosen Johann Wenzel Stich-Punto und brachte sie mit diesem im April 1800 im alten Wiener Burgtheater zur Uraufführung. Diese war so erfolgreich, dass das Stück komplett wiederholt werden musste - zumal Beethoven nicht nur die noch flüchtig notierte Klavierstimme spielte, sondern nach Herzenslust improvisierte. Das Stück beginnt mit einem energischen Hornruf, den das Klavier verspielt beantwortet.

MOZARTS HORNQUINTETT ist nicht genau datierbar, scheint jedoch im Umfeld der Komposition des Singspiels "Die Entführung aus dem Serail" entstanden zu sein, worauf Zitate aus der Opern-Ouvertüre im zweiten Satz verweisen. Widmungsträger war zweifellos der Wiener Joseph Leutgeb, der zehn Jahre lang Hornist der Salzburger Hofkapelle war. Von den Stücken, die Mozart für den offensichtlich virtuosen Leutgeb komponierte, ist vieles an der Grenze der Spielbarkeit auf einem Naturhorn angesiedelt.

PAUL ANGERER (geb. 1927), der dem Horn in seiner langen Schaffenszeit immer wieder wertvolle Stücke widmete, ist zwar nicht mit dem Tiroler Hornisten und Mozarteum-Professor Hansjörg Angerer verwandt, verwandt im Geiste sind die
Namensvettern freilich, was den frischen, keiner Musikideologie hörigen, aber handwerklich meisterhaften Zugang zur Musik betrifft. Melodie, Rhythmus, Klangschönheit und Kontrapunkt sind beiden Musikern wesentlich für das Musikmachen.

Karten: Euro 20,- / erm. Euro 10,-
Kartenbüro der Stiftung Mozarteum Salzburg
Tel: +43 662 873154
E-Mail: tickets@mozarteum.at
und an der Abendkasse

Ö1 Club-Mitglieder erhalten
10 % Ermäßigung auf die Kartenpreise

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