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Oper / Musiktheater
Reigen
Eine Oper in 10 Dialogen von Philippe Boesmans. Libretto von Luc Bondy nach Arthur Schnitzlers gleichnamigem Drama
05.12.2018|19:00
07.12.2018|19:00
09.12.2018|17:00
10.12.2018|19:00
Großes Studio | Universität Mozarteum | Mirabellplatz 1 | 5020 Salzburg
Veranstalter: Department Oper und Musiktheater
Uraufführung: Théâtre de la Monnaie, Brüssel (2. März 1993)

Musikalische Leitung: Gernot Sahler
Szenische Leitung: Alexander von Pfeil
Ausstattung: Eric Droin, Yea Eun Hong
Dramaturgie: Malte Krasting

Studierende des Departments Oper und Musiktheater
oenm . österreichisches ensemble für neue musik

Livestram am Sonntag, den 9.12.2018 um 17.00 Uhr
„Ein kleines Dekameron unserer Tage. Die Vergänglichkeit, auch des unterirdischen Lebens, klingt durch das Ganze.“ So beschreibt Alfred Kerr den im Winter 1896/97 entstandenen, skandalumwitterten „Reigen“ Arthur Schnitzlers. „Szenen; immer zwischen einer Frau und einem Mann. Jedes Mal mitten drin eine Zeile von Gedankenstrichen – in waagrechter Lage. Schnitzler, welcher die seelische Magie der Liebe in anderen Werken leise walten ließ, gibt hier lächelnd die Komödie der unteren Zonen.“

Die Dirne, der Soldat, das Stubenmädchen, der junge Herr, die junge Frau, der Gatte, das süße Mädchen, der Dichter, die Sängerin und der Graf – zehn Personen, zehn Begegnungen, zehn Szenen, in denen jeweils zwei Menschen aufeinandertreffen, sich einander annähern bis zum Äußersten und dann wieder auseinandergehen. Arthur Schnitzler war schon beim Verfassen der „Zehn Dialoge“ skeptisch bezüglich einer szenischen Umsetzung – „ etwas Unaufführbareres hat es noch nie gegeben“ – und verhängte 1922 ein Aufführungsverbot, nachdem sowohl die Buchveröffentlichung als auch die Versuche, das „anstößige“ Werk aufzuführen, von Anfeindungen und Prozessen torpediert worden waren. Erst 1982 fand das polarisierende Werk wieder auf die Bühne.

Auf den „Reigen“ als Opernstoff wurde Komponist Philippe Boesmans von Luc Bondy – Librettist und Regisseur der Uraufführung im Jahr 1993 – gebracht: „Ich wollte etwas Leichtes schreiben, etwas, was in der Nähe zum Beispiel zu ,Cosi fan tutte’ liegt.“ Philippe Boesmans „Reigen“, dessen Musiksprache der Uraufführungsdirigent Sylvain Cambreling als Mischung zwischen Alban Berg und Maurice Ravel beschreibt, entwickelte sich zu einer der meistgespielten neuen Opern unserer Zeit.
Karten:
Euro 20,- / erm. Euro 10,-
Kartenbüro der Stiftung Mozarteum
Tel: +43 662 873154
tickets@mozarteum.at
und an der Tages- bzw. Abendkasse

Ö1-Clubmitglieder erhalten 10% Ermäßigung auf die Kartenpreise.
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