Hiro Kurosaki ist österreichischer Musiker japanischer Herkunft, aufgewachsen in Wien und ist heute einer der gefragtesten Künstler auf dem Gebiet der Interpretation auf historischen Instrumenten. Sein Violinstudium bei Franz Samohyl an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien schloss er "cum laude" ab, er besuchte Meisterkurse bei Nathan Milstein und studierte daneben Architektur und Kunstgeschichte an der Akademie der bildenden Künste, Wien.

Als Preisträger zweier bedeutender Violinwettbewerbe ("Henryk Wieniawski" in Polen und "Fritz Kreisler" in Wien) begann er bereits sehr früh eine Karriere als Solist und konzertierte u.a. mit dem ROYAL PHILHARMONIC ORCHESTRA LONDON, der STAATSKAPELLE DRESDEN, den WIENER SYMPHONIKERN und dem MOZARTEUM ORCHESTER SALZBURG unter namhaften Dirigenten.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Hiro Kurosaki intensiv mit der Barockvioline und der historischen Aufführungspraxis und arbeitete eng mit René Clemencic, Jordi Savall und William Christie und anderen wichtigen Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Alten Musik zusammen.

Als Solist bzw. Konzertmeister der Orchester LES ARTS FLORISASNTS, Paris und der CAPPELLA COLONIENSIS sowie der Ensembles LONDON BAROQUE und CLEMENCIC CONSORT, Wien konzertiert Hiro Kurosaki in ganz Europa und absolviert regelmäßig Tourneen nach Japan, USA und Australien und ist Gast bei den wichtigsten internationalen Festivals.

Mit Linda Nicholson am Hammerklavier und dem LONDON FORTEPIANO TRIO erarbeitete Hiro Kurosaki das klassische und romantische Kammermusik-Repertoire. In den Jahren 2008/2009 nahmen Linda Nicholson und Hiro Kurosaki alle Werke für Violine und Klavier (einschließlich Variationen WoO 40, Rondo WoO41, Deutsche Tänze WoO42) von Ludwig van Beethoven für das Label Accent auf. (Gesamteinspielung auf vier CDs). Eine großangelegte Konzertreise mit Recitals mit William Christie am Cembalo führte die beiden Musiker im Jänner 2003 durch die wichtigsten Konzertsäle Europas.
Mit der CAPPELLA COLONIENSIS verband den Künstler eine jahrelange Zusammenarbeit, unter Bruno Weil wurden erstmals Der Freischütz von Weber und Wagners Der fliegende Holländer auf historischen Instrumenten aufgenommen.
Im September 2007 führte Hiro Kurosaki eine großangelegte Tournee mit dem AUSTRALIAN BRANDENBURG ORCHESTRA mit Stücken von Vivaldi, Pisendel und Zavateri höchst erfolgreich durch Australien.
Eine enge Zusammenarbeit mit dem spanischen Ensemble LA RITIRATA (künstlerische Leitung: Josextu Obregón, Violoncello) kristallisierte sich in den vergangenen Jahren heraus.
Seine Diskographie mit obgenannten Ensembles ist umfangreich und vielfältig.

Im November 2006 war Hiro Kurosaki „artist in residence“ der vom WDR veranstalteten Tage Alter Musik in Herne; u.a. spielte er mit Linda Nicholson die Chaconne von J.S. Bach in vier verschiedenen Versionen: Das Original auf der Barockgeige, die Version von Brahms für Klavier Solo und die Arrangements für Geige und Klavier von Mendelssohn und Schumann.

Als Lehrbeauftragter für Barockvioline und historische Aufführungspraxis an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und an der Universität Mozarteum in Salzburg hatte Hiro Kurosaki bereits seit vielen Jahren junge Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker gefördert und ausgebildet, die ihrerseits bereits selbst wieder an führenden Stellen unterrichten bzw. aktiv tätig sind.

Von 2005 bis 2018 unterrichtete Hiro Kurosaki am Real Conservatorio Superior de Música de Madrid Barockvioline.
Im WS 2011/12 übernahm Hiro Kurosaki eine Professur für Barockvioline/Viola an der Universität Mozarteum Salzburg.

Interpretations-Workshops z.B. für das MOZARTEUM ORCHESTER und die BAYERISCHE STAATSOPER sowie die Teilnahme an wichtigen Kongressen wie dem „Heinrich Ignaz Franz von Biber-Kongress" in Salzburg veranschaulichen die Bemühungen von Hiro Kurosaki, sein Wissen über das Streicher-Spiel in den bestimmten Stilen der jeweiligen Epochen zu vermitteln und eine Brücke zwischen ‚modernen‘ und ‚barocken‘ Musikern zu schlagen.

Hiro Kurosaki ist überzeugt, dass eine tiefe Einsicht in die Ästhetik und die Spieltechnik der unterschiedlichen Epochen nötig ist, um zu einer für den Spieler und den Zuhörer befriedigenden, da unmittelbar erlebbaren Interpretation zu gelangen.